Totus Gaudeo - Spieler (CD-Review)


Nach fast fünf Jahren ist es endlich soweit. Mit "Spieler" erscheint das langersehnte dritte Album der Folkband "Totus Gaudeo". Die Arrangements sind ausgereifter und die Band hat sich während der langen Schaffenspause um einen Bassisten verstärkt. Auch ist der Stil etwas rockiger geworden. "Totus Gaudeo" ist lateinisch und bedeutet frei übersetzt so viel wie "Ich freu mich so" und der Name ist auch auf dem neuen Silberling Programm.

"Lebe jeden Augenblick und schaue nicht zurück" - dieses Motto machten sich die Musiker auch gleich bei ihrem ersten Song "Augenblick" zu eigen. Ruhige Folkklänge ertönen aus den Boxen. Getragen wird dieser Song vor allem von Geige, Flöte und Sackpfeife. Das ganze Klangspektrum scheint etwas ausgereifter zu sein als auf den vorangegangenen Alben. 

Weiter geht es mit einem alten Bekannten. Mit "Der schreckliche Sven" nehmen sich die Musiker dem beleibten Widersacher der uns wohl bekannten Wickinger aus Flake (Wickie und die starken Männer) an, und beleuchten so auch mal die andere Seite der Medaille. Der eingängige Rhythmus gefällt und verleitet zum Schunkeln.  

"Mein Dudelsack" erklingt, und wie der Titel schon verrät, geht es hier lyrisch um den Dudelsack. Zuvor genanntes Sackpfeifeninstrument ist ebenfalls der tragende Part des Songs. Ein  musikalischer Genuss, denn die eingängige gute Laune Melodie lädt zum Feiern ein.

Mit sanftem Gitarrenspiel beginnt der "Spieler". Nach und nach nimmt der Song etwas mehr an Fahrt auf. Erst gesellt sich eine Geige hinzu, dann das Schlagzeug, schließlich wird das ganze Klangspektrum im Chorus freigesetzt. Die ruhigen Klänge gepaart mit dem wuchtigeren Chorus lassen eine mehr als gelungene Halb-Ballade entstehen.

"Weiter immer weiter" erzählt von der Sehnsucht nach unbekannten, entfernten Orten. Schon die ersten Töne gefallen und ziehen einen in den Bann. Ein beschwingtes Lied mit südlichen Klangeinflüssen.

Das lange Warten hat sich mehr als gelohnt. Mit "Spieler" liefern die Spielleute von "Totus Gaudeo" ein handwerklich gut umgesetztes, ansprechendes Folkalbum ab. Produziert wurde das Album von keinem geringeren als Hubsi Widmann, ehemals Bassist und Produzent von Schandmaul. Zur Riege der von Widmann produzierten Formationen gehören u.a. auch Faun, Furunkulus und Adas.

 


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   Medium: CD - Spieldauer: 43:06 Minuten - Songs: 11 - VÖ:  05.10.2014 


 Text: T. Bethge / Foto by: Totus Gaudeo