Groß. Größer. Öjendorf.


 Von Mario König


Auch dieses Jahr fand wieder einmal (vom 05. - 06.09.2015) das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (kurz MPS) im Öjendorfer Volkspark statt.


Das MPS-Öjendorf ist die größte Veranstaltung der MPS-Tournee, sowie die größte mittelalterliche Veranstaltung in Deutschland und hat im wunderschönen Hamburg seinen Höhepunkt. Die durch Giesbert Hiller erschaffene Festival-Reihe reist durch das ganze Land und begeistert Jung und Alt mit dem Motto: "Nicht authentisch, sondern phantastisch".
Der Leitspruch für dieses Jahr ist "Sei was du willst" und birgt einige Neuerungen, die schon bei den neuen Kartenmotiven anfangen und bei einem komplett neuen Aufbau des Spektakels weitergehen.

Doch hier erstmal ein paar Zahlen und Fakten:
Die Veranstaltungsfläche beträgt rund 25 Fußballfelder, hinzu kommen nochmals etwa 45 Fußballfelder für die Campsite und Besucherparkplätze. Auf 10.000 Sitzplätzen unter Sonnensegeln und an den Bühnen können sich die Besucher den ganzen Tag über bis zum Veranstaltungsende um 00:00 ausruhen und die vielen Attraktionen bewundern. Zählreiche Versorgungsstände und 300 Mobiltoiletten stehen für gelegentliche Ver- und Endsorgungspausen bereit. Von der Umgebung abgegrenzt wird das Gelände von sieben Kilometern Zaun.

Besonders im Vordergrund stehen natürlich die zahlreichen Künstler und die 15 Bands. Topacts sind unter anderem Saltatio Mortis, die erst ein paar Wochen zuvor erfolgreich Ihr neuestes Album veröffentlicht haben, Versengold und Knasterbart. Wie jedes Jahr kommen viele der Besucher verkleidet als ihre Lieblingshelden aus Film und Fernsehen oder als komplett neue Schöpfung der Phantasie. Hier kann jeder sein wer oder was er möchte.

Das "fette Ö!" - alles andere als niedlich.
"Öjendorf ist jedes Jahr erneut ein Highlight. Kaum ist es vorbei, freut man sich schon wieder auf das nächste Jahr. Es ist ein unglaubliches Gefühl von Freiheit und wenn es dann abends dunkel wird und die über hundert Feuer und Fackeln angemacht werden kriegt man den Mund gar nicht mehr zu. Einfach phantastisch.". So sagen es viele begeisterte Fans des "fetten Ö". Diesen Namen hat der Vater des MPS, Gisbert Hiller, ihm selbst gegeben. Monate im voraus bestellen die Menschen die Karten, zum einen um nicht an der Tageskasse stehen zu müssen, zum anderen da man jedes Jahr im Vorverkauf deutlich sparen kann.
Doch dieses Jahr sind einige Änderungen im Programm. Der altbekannte Aufbau des Festivals wurde auf Grund eines Lärmschutzabkommens von Grund auf geändert. Doch anders heißt nicht schlecht. So wurden dieses Jahr die Bühnen in Richtung See und Friedhof gedreht um eine Lärmbelästigung der umliegenden Bewohner zu vermeiden. Die Marktstände und Aussteller haben eine komplett neue Ordnung und Aufteilung, so wird das "fette Ö" auch für die Besucher der letzten Jahre eine ganz neue Erfahrung.

Wie jedes Jahr spielt auch das Wetter eine große Rolle. Der Aufbau Fans bei schönem Wetter statt, was man von den eigentlichen Festivaltagen nicht sagen kann. Nach ein bisschen Sonne am Samstag Nachmittag, wurde das Wetter immer schlechter. Spätestens gegen 21 Uhr hat es viele der Besucher an die Feuer und unter die Regensegel. Das Gelände war matschig und teils schwer begehbar. Doch davon lässt sich ein wahrer Fan nicht beeindrucken und so feierten viele der Zuschauer, trotz der kühlen 13 Grad und dem Dauerregen, vor den Bühnen und an den Schänken. Der Sonntag verspricht aber etwas besser zu werden.

Im Großen und Ganzen war auch das diesjährige "fette Ö" ein voller Erfolg. Die Besucher waren begeistert und die Bands haben eine geniale Stimmung geschaffen. Die vielen Feuer und Kerzen haben, besonders in den Abendstunden, für eine phantastische Atmosphäre gesorgt. Auch die 300 Mobiltoiletten waren zu jederzeit sauber und ordentlich. An dieser Stelle ein großes Lob und Dankeschön an all die Mitarbeiter und Helfer.

-Die Vorfreude auf nächstes Jahr steigt mit jeder Stunde-